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"Theater an der BOS" - Gastspiel der Neuen Werkbühne München

veröffentlicht um 10.03.2018, 11:50 von D. Körner   [ aktualisiert: 29.07.2018, 02:39 ]
Am 8.3.18 gastierte die Neue Werkbühne München mit dem Stück „1984 – ein Alptraum“ an unserer Schule.

Die Tourneebühne für Schulen in Bayern unter Leitung von Herbert Müller und Ulrike Beckers stellte mit ihrer Neu­in­sze­nierung für die Spiel­zeit 2017/18 ein­drucks­voll die andau­ernde Aktualität des Roman-Klassikers von George Orwell (in einer Bühnen­fassung von Pavel Kohout) unter Beweis.

Für Orwell waren zum Beispiel „Teleschirme“, eine Art Über­wachungs­kamera mit Bild­schirm in jedem Raum der Wohnung, und „Doppeldenk“ als Methode, vom Staat vorge­gebene Lügen als „Wahrheit“ anzu­nehmen, in den aus­gehenden 1940-er Jahren noch Phantasie­produkte, die in seinem Roman zur Über­wachung und Indoktri­nation der Bevöl­kerung durch das total­itäre Regime unter „Big Brother“ dienen und Teil seiner Negativ-Utopie basierend auf den Erfahrungen der 1. Hälfte des 20. Jahr­hund­erts mit Nation­alismus und Stalin­ismus.

Dass heute – in einem natürlich ganz anderen Kontext – sich Menschen frei­willig ein „Smart-Home“ mit diversen Möglich­keiten der Über­wachung schaffen und Politiker demo­krat­ischer Staaten „Fake News“ propa­gieren, das konnte George Orwell freilich nicht ahnen.

Umso interessanter war es für unsere Schülerinnen und Schüler der Vor­klassen und 12. Klassen, mit den enga­gierten und professio­nellen Schau­spielern der Neuen Werkbühne München in die Welt von „1984“, umgesetzt in einem beein­druckenden Bühnen­bild, einzu­tauchen.

[Text: Eva Müller]
[Foto und Bearbeitung: Körner]