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Wirtschaftsinformatik

Unsere Schule verfügt über zwei modern ausgestattete Computerräume. Hier findet der Fachunterricht Wirtschaftsinformatik (WI) statt.

Zum Fachunterricht WI:

Aufgrund ihrer heterogenen Eingangsvoraussetzungen befassen sich die Schülerinnen und Schüler im Fach Wirtschafts­informatik zunächst mit den Grundlagen für den Umgang mit dem Personalcomputer. Ihnen soll ver­mittelt werden, dass die technische Entwicklung der Computer sowie ihre Einbindung in tra­ditio­nelle und neuartige Informations- und Kommunikationssysteme einer ständigen Dynamik unterliegen. Diese zeigt sich z.B.:

  • im Ansteigen der Informationsflut in weltweit vernetzten Systemen und der damit verbundenen Notwendigkeit, Informationen zu selektieren und zu strukturieren,
  • in der zunehmenden Bedeutung des Daten­schutzes und der Datensicherung bei der Daten­kommuni­kation,
  • in der ständigen Weiterentwicklung im Bereich der Betriebssysteme und Anwendersoftware mit steigenden Anforderungen an die Hardware,
  • in der Abkehr von Insellösungen bei der betrieb­lichen Datenverarbeitung hin zu Systemen der integrierten Informationsver­arbeitung, die durch eine gemeinsame Datenbasis Datenredundanz vermindern;
Die dargestellte Dynamik erfordert von den Schüler­innen und Schülern Bereit­schaft für offene Strukturen, Denken in vernetzten Systemen sowie Methoden- und Sozial­kompetenz. Deshalb ist besonderer Wert darauf zu legen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit noch nicht bekannter Software relativ selbst­ständig vertraut machen sowie team­orientiert arbeiten. Von den Ab­sol­ven­ten der Ausbildungs­­richtung Wirt­­schaft der Berufs­­ober­­schule wird zukünftig in der beruflichen Praxis kaum noch das Programmieren mit Pro­grammier­­sprachen ge­fordert. Viel­mehr steht der Einsatz von Standard- und Branchen­­soft­ware sowie deren effiziente An­passung an individu­elle betrieb­liche Gegeben­heiten im Vorder­grund.
Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 sollen betriebswirtschaftlich relevante Infor­mationen be­schaffen, aufbe­reiten und präsentieren. Die technischen Aspekte der Hardware sollen nur soweit behandelt werden, wie sie für diesen Zweck notwendig sind.

Im Mittelpunkt der Jahrgangsstufe 13 steht die objekt­orientierte Software­entwicklung. Eine wichtige Voraus­setzung zu deren Reali­sierung ist eine geeignete Entwicklungs­sprache. Ziel ist es, den Schülern anhand eingängiger Bei­spiele das Prinzip der Abstraktion nahe zu bringen, und die damit aus der Realität abge­leiteten Modelle mit Hilfe der Unified Modeling Language (UML) in eine Daten­bank­ober­fläche zu implementieren. Weiter­hin sollen die Schüler­innen und Schüler mittels aktueller, praxis­naher und über­schau­barer Bei­spiele er­kennen, dass nur durch eine integrierte Informations­verarbeitung die rasant wachsenden Informations­bestände effektiv und sinnvoll zu nutzen sind. Ein­blicke in die kommerzielle Realisierung der Drei-Schichten-Architektur sind hier nur ein Aspekt des Unter­richts. Mit Hilfe der Pro­gramm­ier­sprache Visual Basic for Applications (VBA) werden im Unter­richt Fein­­ab­­stimm­ungen an der Ober­fläche der fertigen Daten­­bank vor­­ge­nommen. Am Ende des Bei­trages können Sie lehr­­plan­­kon­­forme Auf­­listung der Inhalte ein­sehen.
Angesichts ständiger Innovationen in der Informatik und der informations­techni­schen Durch­dringung aller Lebens­­be­reiche müssen in den Unter­richt auch aktuelle und zu­künf­tige Ent­wick­lungen der Informa­tik und damit verbundene mögliche Folgen ein­be­zogen werden.

Die Ausrichtung der Lehrtätigkeit auf das Ziel der Studierfähigkeit erfordert, dass im Unterricht Verbindungen zu den anderen Fächern (z.B. Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Volkswirtschaftslehre, Sozialkunde, Mathematik) hergestellt werden. Darüber hinaus wird der Computer als Werkzeug auch in den Unterricht der anderen Fächer einbezogen.
Gemäß Lehrplan sind die Inhalte in den beiden Klassen­stufen folgende:

12. Klasse
-Tabellenkalkulation und Geschäftsgrafik
Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich den Aufbau, die Arbeitsweise und die Einsatzmöglichkeiten einer Tabellenkalkulation und lernen die Notwendigkeit einer strukturierten Vorgehensweise bei der Erstellung komplexer Tabellenblätter kennen

-Datenbankmodellierung und Implementierung
Die Schülerinnen und Schüler verschaffen sich einen Überblick über ein Vorgehensmodell zur Planung, Entwicklung und Realisierung von Informa­tions­systemen. Dabei erkennen sie die Zweckmäßigkeit einer strukturierten Modellierungsmethode beim Entwurf eines semantischen Datenbankmodells, welches sie dann in ein E-R-Modell umsetzen.
Bei der anschließenden Umsetzung mit MS Access lernen die Schülerinnen und Schüler die Funktionsweise eines gängigen Datenbankmanagementsystems kennen.
Sie entwerfen einfache Anwendungen und realisieren diese mit den Datenbankobjekten des verwendeten Daten­bank­management­systems. Das Formulieren von Zugriffs­be­rechtigungen führt zum Erkennen der Notwendigkeit von Datenschutz und -sicherheit.

13. Klasse

-Analyse, Entwurf und Implementierung eines Anwendungssystems
Die Schülerinnen und Schüler analysieren Realitäts­ausschnitte objektorientiert. Sie planen und definieren die Anforderungen an die zu entwickelnde Software. Aus den Analyse­ergebnissen entwickeln sie eine software­technische Lösung, wobei die jeweiligen einzelnen Arbeits­schritte dokumentiert werden. Hierbei sollen die Vorzüge einer iterativen i.S.v. evolutionären Vorgehensweise erkannt werden.
Auf der Basis von realen Daten werden die Entwürfe von den Schülerinnen und Schülern getestet.
Im Rahmen der Optimierung von Benutzungs­oberflächen lernen sie die software­ergonomischen Regeln kennen.

Mit Hilfe der Programmiersprache VBA lösen die Schülerinnen und Schüler spezielle Probleme bei der Anwendungsentwicklung.

In beiden Jahrgangsstufen steht das Unterrichsprinzip der Handlungsorientierung im Mittelpunkt: Anhand der eigenhändig erstellten Lösungen erkennen die Schüler die Vorzüge der zu vermittelnden Arbeitsweisen.