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13. Klasse

Der Englischunterricht in der 13. Jahrgangsstufe

Vorkenntnisse und Inhalte
Aufbauend auf den zum Erwerb der Fachhochschulreife erworbenen Erkenntnissen zielt der Unterricht in den 13. Klassen auf eine deutliche Anhebung des Niveaus bei weitgehend gleichen inhaltlichen Aspekten.

Grundsätzlich wird der Unterricht also von einer inhaltlichen Vertiefung der in den 12. Klassen behandelten Lerngebiete bestimmt, sowie von einer entsprechenden Differenzierung in den Bereichen Sprachvermögen und Sprachbewusstsein. Die Schüler bewältigen unter Anwendung der Fremdsprache komplexere Aufgaben, insbesondere in Form von Projekt­arbeiten zu aktuellen landeskundlichen Themen aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft, Technik und Politik.

Ein tieferes Verständnis soll dabei auch erweckt werden für die Rolle des Englischen als National- und Weltsprache sowie für Wechselwirkungen zwischen der deutschen und englischen Sprache in Bezug auf Lexik und Struktur. Insgesamt kommt der Vermittlung von Einsichten und Erkenntnissen über den kulturellen Kontext der erlernten Sprache eine erhöhte Bedeutung zu.

Der Unterricht
Durch Mitarbeit in der Erstellung von Vorträgen, evtl. durch Erstellung einer Facharbeit (möglichst in englischer Sprache) sowie durch Teilnahme an Projekten soll allgemein die Fähigkeit erworben werden, in Teams und alleine die einzelnen nötigen Arbeitsschritte zu organisieren; hierzu gehören v.a. das Erschließen von Informationsquellen, die Material­auswahl, das Bereitstellen für die Präsentation und die Darbietung. Die allein, partnerweise oder in Gruppen erarbeiteten Ergebnisse sollen unter Zuhilfenahme von Stichpunkten auf Englisch präsentiert werden können.

Die mündliche Ausdrucksfähigkeit wird auf das Sprechen in beruflichen Situationen ausgedehnt. Ein weiteres Ziel ist die Befähigung zur Beteiligung an einem intensiven Meinungsaustausch in einem förmlicheren Rahmen. Auf die Kenntnis verschiedener Sprachregister (z.B. Slang, Umgangssprache, Jargon) wird ein größeres Augenmerk gerichtet.Im Bereich des Hörverstehens sollen die Schüler durch Behandlung von Vorträgen, Filmen, Theateraufführungen ihr Gehör für Varianten und stärkere nationale Ausprägungen des Englischen schulen, längeren Vorträgen in englischer Sprache folgen und dabei relevante Informationen, Strukturen und Gedanken festhalten können (note-taking). Das dabei Gelernte ist auf Englisch oder Deutsch zusammenzufassen.

Im Bereich des Leseverstehens wird durch die Arbeit mit anspruchsvollen Gebrauchstexten, journalistischen Sachtexten, fiktionalen Texten und Fachtexten ein effizienter Umgang mit umfangreicheren Texten eingeübt. Hierzu zählt die Fähig­keit, unwichtige Passage zu überfliegen, wichtige Passagen zu erkennen und sich auf diese zu konzentrieren, sowie bei stellenweise auftretenden Verständnisproblemen unbeirrt weiter zu lesen im Vertrauen auf Wiederholung, Erläuterung, Klärung als feste Textkonstanten. Dem Nutzbarmachen von Material für wissenschaftspropädeutisches Arbeiten kommt erstmals auch ein höherer Stellenwert zu. Insgesamt geht es beim Leseverständnis nicht mehr nur um den inhaltlichen Aspekt, sondern auch um die Beachtung sprachlicher Feinheiten.Beim Verfassen von Texten (writing skills) ist die Zielsetzung eine eingehendere schriftliche Auseinandersetzung mit einem Thema durch das Verfassen von informativen, deskriptiven, narrativen oder argumentativen Texten.

Leistungserhebungen
Es werden zwei Schulaufgaben gehalten, die sich in Form denen der 12. Klasse angleichen, sich von diesen allerdings durch deutlich höhere Ansprüche unterscheiden – vor allem bei den inhaltlichen Aspekten und den Anforderungen im schriftlichen Bereich.

Als weitere Übungsform kommt die sinngemäße, nicht aber wörtliche Übertragung eines längeren Textes (ca. 1 DIN A4-Seite) vom Deutschen ins Englische hinzu. Im Bereich des Leseverständnisses werden die Schüler auch in der Abschluss­prüfung mit einem fiktionalen Text aus der Belletristik konfrontiert.

Unterrichtsmaterialien
New College Line (Bildungsverlag EINS),
Freeway 13, Klett

Sonstige Empfehlungen
Grundsätzlich kann hier auf die Hinweise für die 12. Klassen verwiesen werden.
Nach erfolgreichem Abschluss der 12. Klassen empfiehlt es sich wegen der deutlich höheren Anforderungen dringend, die lange Sommerpause nicht tatenlos verstreichen zu lassen, sondern sich aus eigenem Antrieb auf dem Laufenden zu halten. Dementsprechend sollten sich diejenigen, bei denen das Fachabitur länger zurückliegt, schon vorher soweit als möglich in der Sprache wieder fit machen.