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12. Klasse Chemie

Die 12. Klasse befasst sich im Wesentlichen mit der anorganischen Chemie (= Chemie ohne Kohlenwasserstoffe).
Laut Lehrplan werden vorausgesetzt: u.a. Kenntnisse über Atommodelle, Periodensystem der Elemente, stoffliche Aspekte der Chemie (z.B. Element), chem. Formelschreibweise und Gleichung, Molekül und Salz.
Wenn nun dem einen oder anderen Leser dieser Seite die Begriffe nichts sagen, oder er längere Zeit keine Chemie mehr in der Schule gehabt hat, so soll er sich nicht entmutigen lassen. Er hat zwei Möglichkeiten: Entweder besucht er die Vorklasse, in der diese Grundlagen aufgebaut werden, oder er erarbeitet sich die Grundlagen durch gute Mitarbeit, Eigenengagement und ein bisschen Arbeitsaufwand in der 12. Klasse Chemie. Damit kann er den Fragestellungen des Unterrichts folgen.

Die Lerninhalte der 12. Klasse jeweils mit einigen Alltagsbeispielen und Beispielen zu Fragestellungen: Hier wird nicht exakt Lehrplaninhalt angegeben, sondern das, womit sich die Schulchemie bezogen darauf  befasst.
•    Grundlagenwiederholung
    – Bedeutung von chem. Formeln, Reaktionsgleichungen und Begriffsdefinitionen
        (z.B. Element, Isotop, Reinstoff)
•    Atombau und Atommodelle
    – Wie entstanden Atommodelle und wie erklären sie die Welt? (Schwächen und Verbesserungen)
    – Wie sind Atome – nach heutigem Kenntnisstand – aufgebaut? – Warum ist unsere Welt bunt?
•    Periodensystem der Elemente
    – Wie ist es aufgebaut? 
    – Welche Stoffklassen gibt es, wie reagieren sie, welche Eigenschaften besitzen sie?
    – Welche Tendenzen und Gesetzmäßigkeiten sind im Periodensystem der Elemente erkennbar? 
•    Reaktionen und Eigenschaften  der Stoffklassen (Atombindung, Ionenbindung, Metallbindung)
    – Schreibweisen/ Darstellung der Bindungstypen. – Die Bedeutung/Aussagekraft von chem. Formeln
    – Was sind Legierungen, Salze und Moleküle und wo werden sie im Alltag verwendet?
    – Bedeutung und Charakteristika der verschiedenen Bindungstypen für die Stoffeigenschaften und
       deren Auswirkungen auf unseren Alltag:
        – Warum sind Salze spröde, Metalle biegbar?
        – Warum senkt Salz den Gefrierpunkt von Wasser oder erhöht dessen Siedepunkt?
        – Warum ist Kupfer bei Raumtemperatur schmiedbar, Eisen hingegen erst bei ca. 1000 ° C?
        – Wieso ist Kohlendioxid (CO2) gasförmig und für den Treibhauseffekt verantwortlich?
•    Polare und unpolare Atombindung, Dipol und räumlicher Bau,  sowie Nebenvalenzbindungen
    – Wieso löst sich Öl nicht in Wasser?
    – Wieso hat Wasser so einen hohen Schmelz- bzw. Siedepunkt?
•    Grundprinzipien der Reaktionschemie und Stöchiometrie (Energetik, Kinetik, chem. Gleichgewicht,                               Massenwirkungsgesetz, Katalyse, Teilchenstoßmodell, Maxwell-Boltzmann-Diagramm)
    – Welche Bedingungen müssen herrschen, damit Stoffe eine chemische Reaktion eingehen?
    – Wieso können sich Stoffe spontan selbst entzünden?
    – Was bedeutet ‚chemisches Gleichgewicht’?
    – Wieso kann man mit Eis, kaltem Wasser und Salz im Sommer Temperaturen unterhalb des
       Gefrierpunkts erzeugen und so Getränke kühlen?
    – Stöchiometrie: Wie viel kg eines Erzes benötigt man, um eine best. Menge Metall zu erhalten?
    – Wie funktioniert ein Katalysator?  – Verwendung von Katalysatoren in der Industrie.
    – Warum beseitigt in heißem Wasser gelöstes Waschpulver über Nacht eine Rohrverstopfung?
•    Acceptor-Donor-Prinzipien (Säure-Basentheorie, Redoxchemie)
    – Was ist Korrosion und was passiert beim Rosten?
    – Was sind Säuren, Laugen, Puffer, Neutralisation und Titration? – Reaktionen
    – Warum verfärbt sich schwarzer Tee, wenn man Zitrone hinzu gibt?
    – Wieso kann man mit einem Apfel Strom erzeugen?
    – Wie funktionieren Batterie, Brennstoffzelle oder Akkumulator? (Einfluss der Temperatur)
•    Rohstoffe und Energieerzeugung
    – Wie kann man chemische Energie nutzbar machen? (Verbrennung – elektroche. Spannungsquelle)
    – Welchen Beitrag leistet die Chemie zum Klimaschutz?
    – Wie gewinnt man aus Salz wichtige Rohstoffe?
•    Arbeitsweisen in der Chemie
    – z.B. Dokumentation von Experimenten, Aussagekraft von Experimenten, Interpretation der
      Ergebnisse)